Was ist eigentlich Jugendpresse?

Für unsere Großeltern sind wir ständig „für die Zeitung unterwegs“, für die Kollegen in unserer Bürogemeinschaft „die Jungen“. Wir organisieren Großveranstaltungen, moderieren Radiosendungen, erledigen Büroarbeit, treffen spannende Partner und sitzen in Gremien. Doch was macht Jugendpresse so einzigartig?

Unser Team
Manche sagen, Jugendpresse ist wie eine große Familie. Man müsste ergänzen: Patchwork-Familie. Familienpsychologen würden über unsere Familiendefinition die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wir finden: Für uns ist diese Familie genau richtig. Wir fühlen uns wohl. Bei uns hat jeder andere Eltern: Die einen wurden als IT-Experten geboren, den anderen wurde ihre Bestimmung, bewegende Texte zu verfassen, in die Wiege gelegt. In unserer Entwicklung haben wir viele Paten: Das sind Studiengänge, die uns wichtiges Know-how für unsere Arbeit liefern, Praktika, während der wir unsere praktischen Fähigkeiten austesten und erweitern sowie Ehrenämter, die unsere sozialen Fähigkeiten schulen.

Jugendpresse wird von jungen Medienmachern gemacht.
Diese Authentizität macht uns einzigartig. Wir arbeiten mit Begeisterung. Uns treibt die Leidenschaft fürs Medienmachen an. Jugendpresse sind begeisterte junge Menschen, die mit junger Projektarbeit viel bewegen können und immer noch mehr erreichen wollen. Unser Umgang untereinander ist geprägt von Leistungsbereitschaft, Vertrauen und Offenheit. Wir sind jung, doch nicht chaotisch. Der Anspruch, den wir an uns selbst haben, ist hoch. Wer Teil der Jugendpresse-Familie ist, will Verantwortung übernehmen: für sich selbst, die anderen und vor allem für das Gelingen spannender Projekte. Und das Wichtigste an der Familie ist: Sie hält zusammen und unsere individuellen Stärken summieren sich zu einem Gesamtpaket, mit dem wir unschlagbar werden. Vor allem, wenn es darum geht, anzupacken und spannende Projekte umzusetzen.

Unser Netzwerk
Tradition klingt ziemlich altmodisch und passt deswegen eigentlich nicht zu uns. Trotzdem ist es Tradition, wenn wir mit anderen Organisationen oder Förderpartnern im immer gleichen schwäbischen Restaurant essen gehen – weil wir wissen, dass die Qualität der Maultaschen (auch: Herrgottsbscheißerle) dort gleichbleibend gut ist.

Mit unserem Kompetenz- Netzwerk setzen wir Projekte um – in Print, Online, Video und Audio.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit, die die Jugendpresse mit ihren Partnern pflegt, ist dabei alles andere als ein Herrgottsbscheißerle: Die Arbeit in unserem Netzwerk ist gekennzeichnet von Offenheit und Transparenz. Wir haben an uns den gleichen hohen Anspruch wie an unsere Partner in puncto Zuverlässigkeit und Professionalität. Wir setzen junge Ideen verantwortungsbewusst um – und werden deshalb ernst genommen. Unsere Partner wissen das zu schätzen – deswegen arbeiten wir mit vielen seit Jahren erfolgreich zusammen. Dazu gehören sowohl große und namhafte Verlagshäuser als auch junge Agenturen, die eine Nische gefunden haben und diese erfolgreich bedienen. Mit der gleichen Begeisterung, wie wir langjährige und bewährte Kontakte pflegen, gehen wir auf neue Partner zu – oder diese auf uns.

Jurytätigkeit und Expertentum
Experte zu sein ist harte Arbeit. Als Jurymitglied beim Jugendbildungspreis sichtete eine Vertreterin der Jugendpresse die Unterlagen von 120 Projekten, die sich für den Preis beworben hatten. Andere schmökern in Schülerzeitungen aus ganz Deutschland, um die Sieger beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder herauszufinden. Den Weg ins Kultusministerium finden wir mittlerweile im Schlaf. Daran, dass wir in sämtlichen Gremien den Altersdurchschnitt senken, haben wir uns in der Zwischenzeit gewöhnt. Unsere Partner wissen, dass uns unsere Jugendlichkeit auszeichnet und wir unsere Zielgruppe genau kennen – schließlich arbeiten wir jeden Tag mit und für sie. Deswegen spitzt die Landesregierung die Ohren und hört genau zu, was wir zum Thema außerschulische Jugendarbeit und Jugendmedienbildung zu sagen haben. Wir wissen ein einzigartiges Netzwerk hinter uns und nehmen dessen Vertretung sehr ernst.

Unsere Expertise ist gefragt.
Man munkelt, dass einige Jugendpressler in Sitzungssälen leben und ihren Kalorienbedarf durch Häppchen decken. Das Gerücht von den in Sitzungssälen lebenden Jugendpresslern stimmt übrigens nicht ganz. Expertentum kommt schließlich nicht von irgendwo. In unserem Fall kommt es von der täglichen Arbeit mit der Zielgruppe: kompetent, aktuell und auf Augenhöhe. Diesen Weg werden wir weitergehen – zwischen praktischer Arbeit und Sitzungssaal. Awards und Auszeichnungen Sie ziert unser Büro und macht uns jeden Tag stolz: unsere Urkundensammlung. Das Schulungs- und Fortbildungsangebot der Jugendpresse ist ebenso preisgekrönt wie das Flashazine, ein multimediales Magazin mit einzigartiger Navigation. Auch für journalistische Qualität haben Autoren der Jugendpresse einen Preis abgeräumt: Für die große Ausdauer und Beharrlichkeit, mit der Autoren der NOIR über mehrere Monate für den Beitrag „Die Schulhof-Flüsterer“ recherchiert haben, gab es den Alternativen Medienpreis in der Kategorie Print. Die Jugendausgabe, die wir gemeinsam mit den Kollegen der Straßenzeitung Trott-war herausgaben, ist ebenso preisgekrönt wie ein Ausstellungsprojekt zum Landesjubiläum, das wir mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg realisiert haben.

Unsere Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet: Das macht uns stolz und spornt uns an, in Zukunft noch besser zu werden.
In den Wettbewerben müssen sich die Projekte der Jugendpresse mit den Einreichungen derer messen lassen, die hauptamtlich in der Jugendarbeit tätig sind und ganz andere finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen haben. Dass die Jugendpresse in dieser Liga mitspielt und den Vergleich keinesfalls scheuen muss, zeugt von der Einzigartigkeit unseres Angebots und dem unermüdlichen Engagement aller, die täglich ihrer großen Leidenschaft nachgehen. Auch wenn wir nicht für Urkunden arbeiten – eine schöne Motivation sind sie dennoch. Die Auszeichnungen zeigen, dass unser Angebot wahrgenommen wird, den Zeitgeist trifft und bei der Zielgruppe ankommt. Und sie spornen uns an, jeden Tag besser zu werden.