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After Theatre Tea: Karamasow

Gina und Philipp sitzen um circa elf Uhr nachts auf einer Bank im Schlosspark vor dem Schauspiel Stuttgart. Der Wind weht, der Park lebt, überall sitzen allein oder in Gruppen Menschen, schweigen oder unterhalten sich, genießen Alkohol, Tabak und die laue Sommernacht. Der Springbrunnen plätschert leise. Der Wind bringt DJ-Musik mit. Wir reden.

„Entspann dich!!!“

– so schnauzt der Yogalehrer einen seiner Schüler an. Nach der Figur „Verstorbener Seestern“ (man liegt auf dem Boden, alle fünfe von sich gestreckt) folgt die Atemübung „verschnupfter Maulwurf“. Das Publikum kringelt sich vor Lachen.

Dystopien-Boom

Die Tribute von Panem lockt Millionen in die Kinos. In Stuttgarter Theatern werden nahezu parallel Orwells 1984, Samjatins Wir und Clockwork Orange gespielt. Dystopien boomen. Warum eigentlich? – Essay